Der Breisgau

Jürgen Fälchle – stock.adobe.com

Der Breisgau ist eine Region im Südwesten Baden-Württembergs mit dem Zentrum Freiburg im Breisgau. Das Breisgau grenzt im Westen an das französische Elsass und im Osten an den Schwarzwald. Namensgeber der Region ist die Stadt Breisach am Rhein.

Die Region blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Bereits im frühen Mittelalter erstreckte sie sich vom Rheinknie bei Basel über das Fricktal bis zum Flüsschen Bleiche zwischen Kenzingen und Herbholzheim. Zu der Zeit zählte der Breisgau zu den alemannischen Gauen am Oberrhein. Ab dem 12. Jahrhundert standen die Breisgauer für ca. 150 Jahre unter der Herrschaft der Zähringer, bevor sie sich 1369 frei kauften und sich den Habsburgern unterstellten. Fortan gehörte der Breisgau fast 500 Jahre zu Vorderösterreich, bevor die Region, gegen den Willen des Großteils der Bevölkerung, Teil des Großherzogtums Baden wurde.

Das Breisgau besticht besonders durch die Vielfalt seiner Landschaft. Im Westen mit 200m ü. NN noch relativ flach, steigt die Landschaft in Richtung Osten hin rasch an. Der höchste Berg der deutschen Mittelgebirge, der Feldberg (1.493m), liegt nur knapp außerhalb des Breisgaus. Dementsprechend finden Besucher der Region starke landschaftliche Kontraste vor. Von den Weinbergen des Kaiserstuhls über die fruchtbare Rheinebene und die Anfänge der Obst- und Weinhügel des Markgräflerlands bis zum Westabhang des Schwarzwalds.

Die „Schwarzwaldhauptstadt“ Freiburg liegt im Herzen des Breisgau, und bietet Besuchern ein abwechslungsreiches Programm auf überschaubarem Raum. Besuchen Sie eine der vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. die drei Stadttore oder das Freiburger Münster. Nutzen Sie die vielfältigen Sportmöglichkeiten und wandern Sie auf den stadtnahen Schlossberg oder genießen Sie beim Skilanglauf die wunderschöne Landschaft. Entdecken Sie die Freiburger Gastronomieszene und probieren Sie exzellente Weine. Die Stadt ist so vielfältig wie ihre Bewohner – in Freiburg leben Menschen aus mehr als 170 Ländern. Die Stadt ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Breisgau.

Da der Breisgau mit einer mittleren Jahrestemperatur von 11 °C und einer Sonnenscheindauer von ca. 1800 Stunden zu den klimatisch wärmsten Regionen in Deutschland gehört, finden Gäste hier ein „Wohlfühlklima“ vor, welches auch der Grund dafür ist, dass das Flair der Region gerne als „südlich“ beschrieben wird.
 

Gebirge im Breisgau

Im Gebiet des Breisgau finden sich die Gebirge Kaiserstuhl und Tuniberg.

Der Kaiserstuhl liegt in nordwestlicher Richtung von Freiburg und ist ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs. Die längste Ausdehnung von Südwesten bis Nordosten beträgt 16km, seine maximale Breite 12,5km. Höchste Erhebung des Gebirges ist der 557m hohe Totenkopf.

Die Bezeichnung „Kaiserstuhl“ ist seit 1304 nachweislich belegt und stammt vermutlich von König Otto II. Nachdem dieser Ende des Jahres 994 bei Sasbach einen Gerichtstag abhielt, wurde das Gebirge „Königsstuhl“, und dann, nach seiner Krönung zum Kaiser, „Kaiserstuhl“ genannt.

Der Kaiserstuhl war vor Millionen von Jahren ein aktiver Vulkan und ist heute der einzige verbliebene größere Vulkan im Oberrheingraben. Der Großteil der vulkanischen Gesteine des Kaiserstuhls wurde durch zahlreiche Ausbrüche vor ungefähr 16 bis 19 Millionen Jahren gebildet.

Der Großteil des Kaiserstuhls ist von einer Lössschicht bedeckt. Löss ist ein Sediment welches durch die Erosion anderer Gesteine entsteht, und dann durch Luftbewegungen fort getragen wird, bis es sich an einem anderen Ort ablagert. Aufgrund der für die Agrarwirtschaft vorteilhaften Eigenschaften des Löss, wie z.B. hohe Wasserspeicherfähigkeit und gute Belüftung, wird in den entsprechenden Gebieten des Kaiserstuhls intensive Landwirtschaft betrieben.

Klimatisch zählt der Kaiserstuhl mit seinem trockenheißen, stellenweise mediterranen Klima zu den wärmsten Orten Deutschlands. Mit vergleichsweise milden Wintern, warmen bis heißen Sommern und seinen mit Löss bedeckten vulkanischen Böden ist der Kaiserstuhl ein exzellentes Weinanbaugebiet und die Weine gehören zu Deutschlands Elite. Der Großteil der freien Fläche des Kaiserstuhls wird daher auch zum Weinanbau genutzt. Die folgenden Rebsorten werden angebaut: Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner, Ruländer, Blauer Spätburgunder, Weißer Burgunder und Gewürztraminer. Um der Erosionsanfälligkeit des Löss entgegen zu wirken und die Böden für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, wurde der Löss an vielen Stellen durch Planierraupen verdichtet, was an den typischen kleinterrassigen Hängen zu erkennen ist.

Das Klima sorgt ebenfalls für eine außergewöhnliche Flora und Fauna. So ist der Kaiserstuhl mit mehr als 30 registrierten Orchideen einer der Orte mit der größten Orchideenvielfalt in Europa. Mit etwas Glück bekommen Besucher Arten zu Gesicht, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum haben, wie z.B. Smaragdeidechsen und Gottesanbeterinnen.

Auch historisch und kulturell verwöhnt der Kaiserstuhl seine Besucher. Sehenswert sind das St. Stephansmünster in Breisach und die St. Michaelskirche in Niederrottweil, beides prächtige Zeugnisse mittelalterlicher Bau- und Handwerkskunst. Die historische Altstadt von Burkheim steht komplett unter Denkmalschutz und die Kirchen in Endingen, Merdingen, Neuershausen und Riegel sind Juwelen barocker Baukunst. Besuchen Sie die vielen kleinen Städte und lassen Sie sich von den malerischen Marktplätzen, imposanten Türmen und Toren und eindrucksvollen Fachwerkhäusern verzaubern.

Der Tuniberg ist eine bis zu 314m hohe Kalkstein-Erhebung welche bis 1996 noch zum Gebiet des Kaiserstuhls gehörte. Er hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von neun Kilometern, eine Ost-West-Ausdehnung von drei Kilometern und wird heutzutage als kleiner Bruder des Kaiserstuhls bezeichnet. Da auch hier überwiegend Kalkstein-Böden vorherrschen, wird intensiver Weinbau betrieben. Der Tuniberg ist ein beliebtes Ziel von Wanderern, Nordic-Walkern und Radsportlern.
 

Ferienwohnungen und Ferienhäuser im Breisgau

Sport, Gesundheit und Wellness

Auch in sportlicher Hinsicht bietet die Region seinen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Bedingt durch die geographische Vielfalt finden Anhänger unterschiedlichster Sportarten hier exzellente Bedingungen.

So ziehen die Gebirge und Berge der Region jedes Jahr unzählige Sportler an, die hier traumhafte Bedingungen zum Radfahren, Mountainbiken, Nordic-Walking, Bergsteigen, Wandern und Drachenfliegen vorfinden. Auf den vielen Gewässern lässt es sich zudem erstklassig Segeln, Surfen und Kanufahren. Im Winter ist die Region ein Paradies für Rodler, Skilangläufer, Skialpinläufer und Winterwanderer. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, ob Amateur oder Profi - die abwechslungsreiche Landschaft hat für jeden das passende zu bieten.

Wer es etwas ruhiger angehen möchte aber dennoch etwas für seine Gesundheit tun will, für den empfiehlt sich ein Besuch in einem der berühmten Thermalheilbäder der Region. Das Angebot umfasst präventive Behandlungen, heilungsfördernde Kuren, Rehabilitation und klassische Wellnessangebote wie Sauna, Massagen und Dampfbäder. Aber auch außerhalb der "Wellness-Tempel" gehört in den Orten und Gemeinden ein Angebot an Sport, Erholung, Wellness und Naturerlebnis dazu, individuell, angeleitet oder als Gruppenerlebnis.
 

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