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Kloster Hirsau

Historisches Bauwerk

Das Kloster Hirsau befindet sich im Nordschwarzwald und zählte zeitweise zu den bedeutendsten Klosteranlagen des mittelalterlichen Deutschen Reiches. Das Kloster Hirsau bezeichnet normalerweise das im 11. Jahrhundert errichtete St. Peter und Paul-Kloster, jedoch wurden an gleicher Stelle bereits einige Vorläufer nachgewiesen, die als wichtige kirchliche Mittelpunkte des Nordschwarzwaldes zählten.
Nachdem hier im 8. Jahrhundert die Nazariuskapelle, in der sich die Gebeine des Heiligen Aurelius befunden haben sollen, errichtet wurde, entstand an gleicher Stelle das Aureliuskloster. Es wurde zum Mittelpunkt der Mönche, die ihren Glauben in der Region schnell verbreiteten. Durch den Investiturstreit und die wichtige Rolle des Klosters in der cluniazensischen Reform – eine weitgreifende Reformbewegung des Papsttums und Klosterlebens im 9. und 10. Jahrhundert – wurde das Aureliuskloster schnell zu klein. Im 11. Jahrhundert wurde hier das St. Peter und Paul-Kloster eingeweiht, das der neue Mittelpunkt der Mönche wurde. Die zweite Blütezeit folgte im 15. Jahrhundert, bevor das Kloster zur Zeit der Reformation an Bedeutung verlor. Nach einigen Umbauten im Stile der neuen Zeit und dem Abriss einiger Gebäude ging es im Pfälzischen Erbfolgekrieg im 17. Jahrhundert in Flammen auf und wurde zum Teil zerstört. Heute werden hier archäologische Grabungen durchgeführt, um ältere Gebäude nachzuweisen.
Die noch bestehende Ruine spielt als landeseigenes Monument mit langer Geschichte eine besonders wichtige Rolle und kann besichtigt werden.

Kloster Hirsau
Calwer Str. 6
75365 Calw-Hirsau